Onlinepetitionen

Menschen, die die Welt verändern wollen, hatten es noch nie leicht. Aber immerhin lässt sich das Gefühl, etwas bewirken zu können, heutzutage recht einfach haben: Wer für oder gegen etwas ist, kann im Internet ohne viel Aufwand eine Petition ins Leben rufen. Früher musste man dafür noch in ungemütlichen Fußgängerzonen herumstehen und Unterschriften sammeln, heute lässt sich das von zuhause aus erledigen.

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QR-Code

Wer in den letzten Jahren nicht mit geschlossenen Augen durchs Leben gewandert ist, dem sind sicher schon mal diese quadratischen, schwarz-weißen Kästen aufgefallen, die ein bisschen wie durchgeschüttelte und geschrumpfte Kreuzworträtsel aussehen. Dabei handelt es sich um sogenannte Quick-Response-Codes, kurz QR-Codes.

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Recht auf Vergessenwerden

Im Sommer 2014 geisterte die Nachricht durch die Medien, dass der Europäische Gerichtshof das „Recht auf Vergessen“ im Internet gestärkt hat. Weil es in dem Urteil aber keineswegs um die Beschwerde eines sich diskriminiert fühlenden Alzheimerpatienten ging, soll hier korrekterweise vom Recht auf Vergessenwerden gesprochen werden. Aber wie passt der Wunsch nach einem solchen Recht überhaupt in unsere angeblich so narzisstischen und exhibitionistischen Zeiten?

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Shitstorm

Wenn es einen Begriff gibt, der in den vergangenen Jahren wie kaum ein anderer genüsslich durch die deutschen Medien gereicht wurde, dann ist das der Shitstorm. Vielleicht liegt es daran, dass die Politiker inzwischen so langsam im Neuland Internet angekommen sind, vielleicht aber auch einfach daran, dass dieses Wort so ungemein anschaulich ist: Wie das aussieht, wenn ein Sturm aus Scheiße über jemanden hereinbricht, kann man sich nur allzu gut vorstellen.

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Skeuomorphismus

Auch wenn es so klingt, Skeuomorphismus ist nichts, woran früher Seemänner erkrankt sind. Der Begriff stammt aus der Welt des Designs und bezeichnet die Orientierung an vertrauten Alltagsgegenständen beim Gestalten von digitalen Oberflächen. Seit den Neunzigern haben Software-Designer darauf gesetzt: So verwandelte sich der Mauszeiger in eine Sanduhr, wenn es mal wieder länger dauerte, und noch heute schmeißen wir Dateien beim Löschen in den Papierkorb, obwohl sie eigentlich nur aus Nullen und Einsen bestehen.

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Sockenpuppe

Wem das Internet beizeiten vorkommt wie ein einziges riesengroßes Kasperletheater, der liegt damit gar nicht so falsch. Schließlich treiben in den Weiten des Netzes haufenweise Sockenpuppen ihr Unwesen – und das auch noch gut getarnt. Denn während jedes Kind erkennen kann, dass eine in einen Socken gesteckte Hand zwar ganz lustig aussieht mit dem weit aufgerissenen Maul, aber ganz bestimmt keine eigene Person ist, so fällt diese Unterscheidung im Internet deutlich schwerer.

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Streaming

Früher musste man sich, wenn man ins Schlaraffenland wollte, erst durch einen Berg aus Reisbrei hindurchessen. Heute genügt es in der Regel, seine E-Mailadresse einzugeben und sich ein Passwort auszudenken, das schwerer zu knacken ist als „123456“. Wobei, oft ist selbst das nicht nötig. Streaming lautet das Zauberwort, welches in der magischen Gegenwart das Tor zum Medienschatz der gesamten Menschheit öffnet.

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